
Anwendung von Thymol zur VarroabekämpfungWirkstoff, Wirkungsweise und Anwendung von Thymol zur Varroabekämpfung Übersetzt aus dem italienischen Apicoltura online http://www.fr.flashnet.it/aol/timolo.htm |
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Wirkstoff: Thymol Wirkungsweise: Verdunstung Anwendungsperiode: Ende Juli - Oktober. Das Mittel kann auch bei Vorhandensein von Brut eingesetzt werden. Temperaturen: 10 - 25 °C Dauer der akariziden Wirkung: Bis zum Varroaabfall müssen 1 - 2 Tage vergehen, in denen sich die Luft im Stockinneren mit dem Wirkstoff Thymol sättigt. Anschließend beginnt der Varroaabfall und dauert bis zu 10 Tagen an. Herstellung: Das kristalline Thymol muß pulverisiert werden. Dazu eignet sich besonders gut eine elektrische Kaffeemühle oder ähnliches, aber auch Mörser. Das Pulver füllt man in kleine Plastikbeutel in einer Menge von 1 - 1,5g. Man verwende dazu eine Präzisionswaage. Eine andere Möglichkeit besteht darin, wenn man das Thymol in hermetischen Behältern aufbewahrt und man sich entschließt mit einem Meßbecher zu arbeiten. Bei dieser 2. Methode treten aber sehr leicht Fehler in der Dosierung auf. Anwendung: Nach dem öffnen der Beutel verteilt man das Thymolpulver gleichmäßig auf den Rähmchen. Dosierung: Die empfohlene Dosis beträgt 0,25g. Thymolpulver für jedes komplett mit Bienen besetztes Rähmchen. Beim normalen Anwendungszeitpunkt sind die Rähmchen allerdings nicht komplett mit Bienen besetzt, so daß die Dosis je nach Volkstärke variiert. Für normale Familien ist die empfohlenen Dosis 1-1,5g./Volk. Die Dosis wird bei schwachen Völkern oder Schwärmen verringert. Für äußerst starke Völker kann auch eine Dosis von 2-2,5g. nötig sein. Behandlungsanzahl: 4-5 Behandlungen in einem jeweiligen Zeitabstand von 4-7 Tagen. Der Zeitaufwand für eine Behandlung liegt in etwa unter einer Minute. Eine Stockwindel bzw. Varroagitter ist nicht notwendig, dennoch sollte man sie zur besseren Kontrolle des Abfalls verwenden und ist deshalb unbedingt empfehlenswert. Wirkung auf die Bienen: Bei sehr hohen Temperaturen oder übermäßiger Dosierung können die Bienen sich vermehrt am Flogloch bzw. Trittbrett aufhalten oder die Beute verlassen. Es kann auch zu Räuberei kommen, welche meistens jedoch in Zusammenhang mit unsachgemäßem oder schlampigen Umgang am Bienenstand stehen. Rückstände: Behandlungen, welche Ende des Sommers, Herbst oder im frühen Frühjahr durchgeführt werden, hinterlassen keine Rückstände oder Fremdgerüche im Honig. Die Behandlung sollte einige Zeit vor dem aufsetzen oder freigeben der Honigräume eingestellt werden. Vorsichtsmaßnahmen: Thymol darf nicht inhaliert werden. Weiters reizt und irritiert Thymol die Schleimhaut (Mund, Nase, Augen......), deshalb, nach einem Kontakt mit der Haut diese waschen, vor man in Kontakt mit Mund oder Augen usw. kommt. Thymol hinterläßt ein Gefühl wie scharfer Peperoncino. Die angegebene Dosen müssen strengstens eingehalten werden. Von Kindern unbedingt fernhalten!!! Wirkungsgrad: Gut, Abfall 90 - 95% Anmerkung: Das Mittel ist sehr wirksam und relativ günstig in der Anschaffung. (Am billigsten von allen Varroamitteln). Die Wirkungsweise von Thymol basiert auf die Anreicherung der Stockluft durch die Moleküle. Deshalb sollte man während der Behandlung die Beuten nur für äußerst wichtige Eingriffe öffnen. |