
Kalkbrut und SteinbrutAutor: Hanspeter Itschner An dieser Stelle möchte ich Hanspeter Itschner meinen Dank aussprechen. |
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Verursacht wird die Kalkbrut durch einen Pilz (Ascosphaera apis). Kalkbrut ist die häufigste Form der Hartbruten, also eine von den Brutkrankheiten, bei denen die abgestorbenen Larven, statt zu faulen Massen, zu einer steinharten Mumie umgewandelt werden. Die Larven stecken sich durch die Sporen des Pilzes an, die entweder durch infiziertes Futter aufgenommen werden oder durch die Haut eindringen. Der unterentwickelte Magen der Larven produziert Kohlendioxyd, welches das Wachstum der Kalkbrut fördert. Wenn die Sporen statt über den Mund und Darmkanal, über Wunden, verursacht durch Imkerarbeiten (z.B. Drohnenbrut schneiden) oder Aufbrechen von Brut durch die Bienen (z.B. Drohnenbrut bei Trachtenende), eindringen, so keimen die Sporen besser aus. Aus den Sporen keimt ein Pilzgeflecht, welches die Larve bald vollständig durchwuchert oder umspinnt. Sind weibliche und männliche Sporen vorhanden gewesen, so bildet das Pilzgeflecht Fruchtkörper, die massenhaft neue Sporen enthalten. Die Sporen werden entweder durch die Bienen, der Waben oder durch Luftzug verbreitet. Kalkbrutsporen sind sehr widerstandsfähig und überleben wissenschaftlich nachgewiesen mindestens 15 Jahre. Die Kalkbrut vermehrt sich besser bei einer Brut-Temperatur von weniger als 35°C, am besten bei einer Temperatur von 29°C. Das ist der Fall bei mangelnden Brutpflege, z.B. wenn ein Missverhältnis zwischen Brutfläche und Volksstärke entsteht, meistens bei kühlem Wetter nach langanhaltenden hohen Frühlingstemperaturen. Das Gleiche gilt bei warmem Wetter, wenn durch Krankheiten (z.B. Nosema, Varroa etc. oder Vergiftungen) das Volk stark dezimiert wurde. Weitere Faktoren, die eine Kalkbrut auslösen können:
Das Erscheinungsbild der Kalkbrut:
In der Schweiz ist die Kalkbrut schon längere Zeit im Vormarsch. Wie man schon in den letzten Jahren festgestellt hat, wird auch in Deutschland diese Krankheit langsam zu einem Problem. Es gibt Experten, welche meinen, daß die Varroamilbe auch diese Krankheit (die Sporen) im Volk zusätzlich verbreitet. Zusätzliche Maßnahmen sind:
Die befallenen Bienenlarven können zum Gegensatz zur Kalkbrut nur schwer entfernt werden und werden von den Bienen mit Kittharz überzogen. Die erwachsenen Bienen können ebenfalls befallen werden. Die von der Steinbrut befallenen Waben sind sofort zu entfernen, denn auch die Organe des Menschen können von der Steinbrut befallen werden. Besonders gefährdet sind immungeschwächte Personen und schwangere Frauen. Lieber Leser, ich hoffe Dir hiermit etwas geholfen zu haben und Du Deinen persönlichen, Deinem Standortklima und Deiner Betriebsweise angepassten Weg findest. |
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